Archive for the ‘Reisen Zwischen Lahn Und Rhon’ Category

Der Rheingau 12

Die Moosburg im nördlichen Teil des Schloßparks wurde von 1805-16 nach Plänen von Carl Florian Goetz erbaut. Ähnlich der Löwenburg in Kassel-Wilhelmshöhe läßt sie als künst¬liche Ruine in gotisierenden Formen die mittelalterliche Burgenzeit romantisch anklingen. Den Eingang überhöht ein Torturm. – Das von dem nassauischen Hofbaumeister Friedrich Ludwig Schrumpf entworfene klassizistische Schloß Platte (1823-26, in […]

Der Rheingau 11

Nordwestlich der Altstadt hat sich mit der Heidenmauer ein Rest der wohl unvollendeten römischen Stadtbefestigung der Jahre um 370 erhalten. Bei einer Erneuerung spannte man 1902 das Römertor (Coulinstraße) in Form einer Holzbrücke über die Straße. Die von Johan¬nes Otzen entworfene evang. Bergkirche (Lehrstraße/Hirschgraben) wurde 1877-79 unter Leitung von Heinrich Grisebach als gotisierender Backsteinbau errichtet. […]

Der Rheingau 10

Südlich der Friedrichstraße legte man um 1828 ein ebenfalls klassizistisches, nun durch die Rheinstraße begrenztes Viertel an. 1860 baute man über sie hinaus und umschloß die so ver¬größerte Stadt ab 1871 mit dem von Geh. Oberbaurat R. Baumeister entworfenen breiten Ring. Das klassizistische Quartier wird von mehreren schlicht gestalteten Palais und Zweck¬bauten eingenommen (Erbprinzenpalais, Wilhelmstr. […]

Der Rheingau 9

□ Wiesbaden Wiesbaden war schon in römischer Zeit Standort eines Kastells, und die badebewußten Römer nutzten auch bereits die Quellen. Der heutige Name taucht erstmals 829 auf. Die Grafen von Nassau wurden im 13. Jh. die Herren Wiesbadens, doch erst 1744 verlegte die Linie Nassau- Usingen ihre Residenz nach Biebrich bei Wiesbaden. Residenz für das […]

Der Rheingau 8

In Eltville beherrschte über viele Jahre das Stichwort >Rheinuferstraße< die hessische Diskussion, weil die Absicht bestand, die Fernstraße um Eltville statt durch die Weinberge zwischen Stadt und Rhein entlang zu führen. Zwischen Stadt und Rhein gab es aber nichts – die Stadt grenzt unmittelbar an den Rhein, und dies haben letztendlich auch die Planer ein¬gesehen. […]

Der Rheingau 7

Nördlich schließt sich der quadratische gewölbte Kreuzgang an die Klosterkirche an, dessen Westarm mit einer Brunnenkapelle verbunden ist, unverzichtbares Element eines Zisterzien¬serklosters. Anstelle des romanischen, wohl flachgedeckten Kreuzgangs entstand der heutige von der Mitte des 13. Jh. an, zuletzt wurden im dritten Viertel des 14. Jh. schmuckvolle Konsolen (z. T. ähnlich dem Hochgrab) für eine […]

Der Rheingau 6

Geht man auf die Klosterkirche zu, fallen zunächst die aufgereihten Giebelchen der goti¬schen Seitenkapellen des Südseitenschiffs mit ihren spitzbogigen Fenstern auf, die in drei Abschnitten zwischen 1313 und etwa 1335 von West nach Ost angefügt wurden. Am Ober¬gaden, dem oberen Teil des Langhauses, fallen schon von außen die paarweise angeordneten Fenster auf. (Daran kann man […]

Der Rheingau 5

Gleich neben der Pfarrkirche steht ein weiteres spätgotisches kirchliches Bauwerk, die Totenkapelle St. Michael. Um 1434-45 soll sie von dem Mainzer Werkmeister Peter Eseler oder dessen Sohn Nikolaus Eseler errichtet worden sein. Das Untergeschoß ist zweischiffig und enthielt als Karner die Ge¬beine der Verstorbenen, die beim Ausheben neuer Gräber auf dem Kirchhof gefunden wurden. Der […]

Der Rheingau 4

Die spätgotische Pfarrkirche St. Martin von Oestrich, 1508 an einen mächtigen romani¬schen Turm angefügt, brannte 1663 aus und wurde 1893/94 in gotisierenden Formen wieder¬hergestellt und beachtlich ausgestattet; gotischer Zeit gehört noch das Heilige Grab an (1440), spätgotisch sind auch fünf Holzstatuen im Hochaltar. Im Ortsbild fallen noch zahlreiche zweigeschossige Fachwerkhäuser auf; eine bemerkenswerte Holzkonstruktion ist […]

Der Rheingau 3

Das dreiflügelige Ostein-Palais (Rüdesheimer Str. 64) wurde nach Plänen von Joh. Valentin Thomann 1766-71 erbaut und im Rokoko- und Zopfstil ausgestattet. Der Stockheimer Hof (Winkler Str. 64) entstand 1550, wenn er auch mit seinen vier Ecktürmchen noch recht spätmittelalterlich wirkt und man zeitgleich mit dem Hilchenhaus in Lorch eine modernere Bauweise erwarten würde. Ein einfacheres […]