Archive for the ‘Hessen 1’ Category

Der Odenwald – vom Main zum Neckar 10

In dem schon 773 in einer Lorscher Schenkungsurkunde erwähnten Dörfchen Ersheim auf der südlichen Neckarseite, als einziger hessischer Ort südlich des Neckars seit langem ein Stadt¬teil von Hirschhorn, befindet sich die ehern. Pfarrkirche St. Nazarius und Celsus, die seit dem 16. Jh. nur mehr als Friedhofskapelle dient, da zu dieser Zeit das Dorf aufgelöst (>wüst<) […]

Der Odenwald – vom Main zum Neckar 9

Den höchsten Punkt der Altstadt nimmt das ehern. Karmeliterkloster mit der Kirche Mariä Verkündigung ein. Gründung und Baubeginn der Klosterkirche (heute kath. Pfarrkirche) ver¬mutet man schon wenige Jahre vor der Klostergründung 1404, denn bereits 1406 wurde die Kirche geweiht, und 1411 war sie sicher vollendet. Im 19. Jh. stark verfallen, bedurfte sie einer grundlegenden Erneuerung, […]

Der Odenwald – vom Main zum Neckar 8

Das Rathaus des Städtel von 1545 überbaut zugleich dessen Stadttor. 1593 erhielt es eine Erdgeschoßlaube, im folgenden Jahr einen Anbau. Buckelquader weisen auf einen älteren, wohl spätmittelalterlichen Baukern. Das Städtel besteht im wesentlichen aus Adelshöfen. Bedeutendstes Bauwerk ist das sog. Templerhaus aus dem 14. Jh., ein Steinbau mit gotischen Eckbuckelquadern sowie Treppengiebeln. Weitere Massivbauten wurden […]

Der Odenwald – vom Main zum Neckar 7

827 hatte die soeben vollendete Eigenkirche des Biographen Karls des Großen, Einhard (770-840), die Einhardsbasilika in Steinbach, die Gebeine der um 299 unter Diocletian er¬mordeten Märtyrer Marcellinus und Petrus aus Rom aufzunehmen. Allerdings verbrachte man diese bedeutenden Reliquien schon 828 nach Seligenstadt, so daß die Basilika Einhards keine besonders große Bedeutung erlangte und trotz einiger […]

Der Odenwald – vom Main zum Neckar 6

Die evang. Stadtkirche ist eine 1461 mit Errichtung des Chors begonnene spätgotische Anlage, der eine karolingische Kirche (aus der Zeit Einhards) vorausging. An der Westseite findet sich außer der Jahreszahl 1490 auch das Meisterzeichen des Amorbacher Meisters Hans Eseler, der 1487 auch den Chorneubau der Pfarrkirche in Fränkisch-Crumbach errichtet hatte. Ein Einsturz der Chorgewölbe machte […]

Der Odenwald – vom Main zum Neckar 5

Das eindrucksvolle Renaissancewappen (1574) des Philipp von Rodenstein kennzeichnet das ehern. Kellereigebäude, also den Sitz seiner Güterverwaltung in Fränkisch-Crumbach (Darm¬städter Str. 3) unmittelbar vor der gotischen Kirche. Mit barocken Stein- und Fachwerkbauten ist das Ortsbild insgesamt noch recht reizvoll. Die Ruine der Burg Lindenfels liegt auf einer Anhöhe des Odenwaldes zwischen Michel¬stadt und Bensheim. 1208 […]

Der Odenwald – vom Main zum Neckar 4

Als Höhenburg ist Burg Breuberg (Neu¬stadt i. O.) ein mittelalterliches Bauwerk. Eine Vorburg und ein äußerer Burghof um¬geben den dicht bebauten inneren Burghof, der nur geringe Veränderungen im 16. Jh. er¬fahren hat. Den äußeren Burghof rahmen hin¬gegen bedeutende Renaissancebauten, näm¬lich das ehern. Wachthaus mit dem Torbau im Südosten und der Johann-Casimir-Bau im Südwesten, die im […]

Der Odenwald – vom Main zum Neckar 3

Erst 1967 entdeckte man unter der evang. Stadtkirche von Groß-Umstadt die Grund¬mauern einer römischen Villa, die zwischen der Mitte des 2. und der Mitte des 3. Jh. benutzt wurde. Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche datiert in das Jahr 743. Mit einem Kirchenbau des 9. Jh. wurde die heutige Mittelschiffbreite festgelegt, im 13. Jh. fügte […]

Der Odenwald – vom Main zum Neckar 2

Ein Mithras-Heiligtum im Museum von Dieburg läßt ahnen, mit welch alter Siedlung wir es hier zu tun haben. Die römische Stadt, mit einer Stadtmauer befestigt, war zudem größer als die mittelalterliche, die wir heutzutage besuchen können. Die kleine Altstadt ist trapez¬förmig und hat ein weitgehend rechtwinkliges Straßensystem. Die unregelmäßige westliche Begrenzung der Altstadt wird durch […]

Der Odenwald – vom Main zum Neckar

Bei der ersten urkundlichen Erwähnung von Babenhausen ist der Ort im Besitz der Herren von Münzenberg, die sicherlich auch die Burg angelegt hatten. Nach deren Aussterben 1255 gelangt es an die Herren von Hanau (ab 1458 Residenz) und von diesen 1736 an Hessen. Die Burg ist eine quadratische Anlage, was durch die erhaltenen romanischen Mauerteile […]