Archive for September, 2014

Kinzig und Spessart 3

□ Gelnhausen Im Jahre 1170 gründete Kaiser Friedrich I. Barbarossa bei einem schon bestehenden castrum, der Kaiserpfalz, die Stadt Gelnhausen. In der Kaiserpfalz sind 30 Besuche der Staufer belegt, allein dies mag die Bedeutung von Pfalz und Stadt Gelnhausen unterstreichen. Die Pfalz ent¬stand im Tal der Kinzig als unregelmäßige ringförmige Anlage. Eine dendrochronologische Datierung in […]

Kinzig und Spessart 2

Der Westflügel ist der Palas, der unter Verwendung der Wehrmauer des 13. Jh. (hier nun nicht auf der Hof-, sondern auf der Außenseite) um 1327-30 errichtet und mehrfach im 15. und 16. Jh. umgebaut wurde, u.a. 1546 und 1555 (Kellerzugang). Hofseitig erschließt ihnein runder Wendeltreppenturm. Die Hofstube im unteren Geschoß ist mit einem Sterngewölbe versehen. […]

Kinzig und Spessart

Das Kinzigtal erschließt den mittleren Bereich von Osthessen und scheidet den Spessart von der Wetterau und dem Büdinger Wald. Der Spessart übersteigt mit dem Schwarzen Berg bei Burgjoß die 500-m-Marke, höchste Erhebung ist der Geyersberg auf fränkischer Seite mit 585 m. Die durch den Sandstein geprägten Böden halten die landwirtschaftliche Nutzung in Grenzen, vornehmlich ist […]

Der Main von Frankfurt bis Aschaffenburg 6

Die Stadtbefestigung Seligenstadts ist vor allem am Mainufer noch erhalten. Eine im 13. Jh. erwähnte Befestigung wurde 1462/63 ausgebaut, von ihr sind Teile der Mauer und mehrere Türme erhalten. Erst 1603-05 errichtete man als einzigen heute noch stehenden den Stein- heimer Torturm, dessen Entwurf gelegentlich Georg Ridinger zugeschrieben wird; dies wäre unmittelbar vor dem – […]

Der Main von Frankfurt bis Aschaffenburg 5

□ Seligenstadt Seligenstadt nimmt zu erheblichen Teilen die Fläche eines Römerkastells ein, das sich von der Kaiserpfalz bzw. Maingasse bis über den Bereich des Marktplatzes hinaus erstreckte, kurz vor 100 n. Chr. angelegt und um 260 wieder zerstört wurde. Am Ende der Großen Maingasse befand sich eine zugehörige Badeanlage. 815 wird ein fränkisches Königsgut erwähnt, […]

Der Main von Frankfurt bis Aschaffenburg 4

Auf vorgeschichtlicher Stätte gründeten die Herren von Eppstein im 12. Jh. die Burg in Steinheim a. M. in Verbindung mit einem Dorf, das 1320 Stadtrechte erhielt. 1425 wurde Steinheim an den Erzbischof von Mainz verkauft, der anschließende Neubau der Burg ist in der heutigen Substanz noch enthalten. Der runde, geschlossene Bergfried mit einem Bogenfries in […]

Der Main von Frankfurt bis Aschaffenburg 3

Die evang. Marienkirche hinter dem Rathaus geht auf das Jahr 1234 zurück. Das Langhaus erweiterte man 1449-54 zu einer dreischiffigen Halle, der Chor mit seinem Stern- bzw. Netz¬gewölbe entstand 1485-92 im Hinblick auf die zusätzliche Nutzung des Gebäudes als Stifts¬kirche und wird dem Baumeister Siegfried Ribsche (Büdingen) zugeschrieben. Die Schlu߬steine zeigen Wappen sowie im Chorschluß […]

Der Main von Frankfurt bis Aschaffenburg 2

Im Jahre 1661 erwarb Philipp-Erwein von Schönborn, Sproß einer der bedeutendsten Familien zwischen Bamberg und Mainz, Ort und Burg Heusenstamm von den Freiherren von Heusenstamm (sie saßen hier seit einem halben Jahrtausend) und ließ 1663-68 das nach ihm benannte Schloß Schönbom ausbauen (Rathaus). Es ist ein auffallend breit gelagerter Barock¬bau mit niedrigen Ecktürmchen, seinem Umriß […]

Der Main von Frankfurt bis Aschaffenburg

Das Rathaus des seit 1977 jüngsten Frankfurter Stadtteils, Bergen (Bergen-Enkheim) im Nordosten der Großstadt, ist ein ansehnlicher spätmittelalterlicher Fachwerkbau von 1520-30, mit Erker und Dachtürmchen als typischen Merkmalen eines städtischen Rathauses geschmückt. Es enthält heute ein Heimatmuseum mit ortsgeschichtlichen Sammlungen aus allen Sparten (Heimatkunde, Naturkunde, Vor- und Frühgeschichte, Keramik). Ganz ähnlich gestaltet ist das Rathaus […]

Das Maintal zwischen Frankfurt und Mainz 4

Die evang. Kirche von 1775/76 in Götzenhain (Dreieich) läßt trotz ihres schlichten Äußeren den Einfluß barocker Kirchenbauten der benachbarten katholischen Bistümer erkennen. Das Dorf ist in seiner ovalen Grundform mit einem fast vollständigen Grüngürtel umgeben. – Der Grüne Bau in Philippseich bei Götzenhain ist ein kleines Jagdschloß, 1699/1700 unter Graf Johann Philipp von Isenburg errichtet, […]