Archive for August, 2014

Der Rheingau 4

Die spätgotische Pfarrkirche St. Martin von Oestrich, 1508 an einen mächtigen romani¬schen Turm angefügt, brannte 1663 aus und wurde 1893/94 in gotisierenden Formen wieder¬hergestellt und beachtlich ausgestattet; gotischer Zeit gehört noch das Heilige Grab an (1440), spätgotisch sind auch fünf Holzstatuen im Hochaltar. Im Ortsbild fallen noch zahlreiche zweigeschossige Fachwerkhäuser auf; eine bemerkenswerte Holzkonstruktion ist […]

Der Rheingau 3

Das dreiflügelige Ostein-Palais (Rüdesheimer Str. 64) wurde nach Plänen von Joh. Valentin Thomann 1766-71 erbaut und im Rokoko- und Zopfstil ausgestattet. Der Stockheimer Hof (Winkler Str. 64) entstand 1550, wenn er auch mit seinen vier Ecktürmchen noch recht spätmittelalterlich wirkt und man zeitgleich mit dem Hilchenhaus in Lorch eine modernere Bauweise erwarten würde. Ein einfacheres […]

Der Rheingau 2

Der Klunkhardshof aus Fachwerk ist ein Bau des frühen 16. Jh. und mit seiner im leichten Bogen gekrümmten Fassade sehr eindrucksvoll. Von der Stadtmauer bewundern wir den Adlerturm der zweiten Hälfte des 15. Jh. im Südosten der Altstadt. Ein weiterer Pflichtpunkt für den Touristen ist das Niederwalddenkmal. Schön muß man es nicht finden, doch dagewesen […]

Der Rheingau

Der südwestliche Teil des Taunus unterstreicht den Charakter dieses Mittelgebirges als aus¬gesprochene Burgenlandschaft. Der Rheingau ist zum Taunus durch ein Befestigungssystem abgegrenzt, das aus einer Dornenhecke (Rheingauer Gebück) einerseits und mehreren Burgen andererseits besteht. Die Burgen finden sich vornehmlich im Wispertal. Hier sind mehrere Ruinen erwähnenswert, darunter die Lauksburg (Espenschied) aus dem 14. Jh. sowie […]

Der Taunus 7

Westlich der eben beschriebenen Achse schlängelt sich die Aar durch ein malerisches Tal fast von der nördlichen Stadtgrenze Wiesbadens (Taunusstein) bis Diez, wo sie in die Lahn mündet. Wie weite Teile des Taunus im Interessenkonflikt zwischen Nassau und seinen Anrainern, wechseln sich die Besitzungen hier teilweise von Ort zu Ort ab. Weithin sichtbar ist die […]

Der Taunus 6

Unmittelbar vor dem Burgtor breitet sich die Altstadt aus. Den kleinen Platz (König- Adolph-Platz) beherrscht das Killinger-Haus (Farbabb. 5), ein 1615 errichtetes Fachwerkhaus mit einer der reichsten und imposantesten Gestaltungen der Renaissance in Deutschland (Heimatmuseum). Die Fenster sind durch geschnitzte Rahmen (Fenstererker) hervorgehoben, die Giebelfassade insgesamt durch den Mittelerker. Brüstungsgefache und Giebelfeld zeigen flächige, ornamental […]

Der Taunus 5

Die Burg Königstein ist die bedeutendste und größte Burganlage im Taunus, imposant bil¬det die Ruine den optischen Abschluß des Ortsbildes. Nach den Herren von Münzenberg als Gründern in der zweiten Hälfte des 12. Jh. waren 1255 die Falkensteiner und ab 1581 Kur¬mainz die Herren der Burg. Geschützrondelle ergänzten die mittelalterliche Anlage seit etwa 1500, Kurmainz […]

Der Taunus 4

Die evang. Erlöserkirche (s. S. 86) in der Dorotheenstraße/Ecke Löwengasse ist die bau¬lich bedeutendere Kirche der Stadt. 1903-08 wurde sie von Franz Schwechten nach Plänen von Max Spitta (f 1902) als neuromanisches Bauwerk geschaffen, das aus einem breiten Kuppelsaal mit Querhausarmen besteht und dem die Mosaikverkleidung des Inneren einen byzantinisch-frühchristlichen Charakter ver¬leiht. Unterstrichen wird dies […]

Der Taunus 3

Nahe der Saalburg ist auch auf ein überaus unglückliches Kapitel der hessischen Kultur¬politik hinzuweisen. Hinter dem Namen Hessenpark (bei Obernhain, Gemeinde Neu- Anspach) verbirgt sich dort eine Einrichtung, die sich als Freilichtmuseum bezeichnet und doch all diejenigen Besucher, die mit der hierzulande in Westfalen (Detmold), Niedersachsen (Cloppenburg) oder Franken (Bad Windsheim) geprägten Vorstellung eines wissenschaftlich […]

Der Taunus 2

Wenig westlich, im südlichsten Zipfel des Landkreises Gießen, lohnt sich ein Blick auf die hochmittelalterliche Burg Cleeberg, die von einer Seitenlinie eines niederösterreichischen Grafengeschlechtes (Peilstein) im 12. Jh. angelegt worden war. Sowohl der im Grundriß halbrunde Bergfried als auch der 1552 erneuerte Wohnbau mit abgerundeter Flanke reichen bis in das hohe Mittelalter zurück. Ortsteile von […]